Ebenfalls die fehlende Explizitheit des Senders kann zu einer Misskommunikation führen, als Beispiel hierfür kann man das „Es ist grün!“ an einer Amel nehmen. Jeder kennt die Situation aber der Sender macht den sachlichen Inhalt nicht klar und so lässt der Satz Raum für Interpretationen des Empfängers, er hört daraus z.B. einen Appell oder eine Kritik an seiner Fahrweise.
Auch eine Ebenen Verwechslung ist häufig Ursache von Missverständnissen, so sind Selbstkundgabe- und Beziehungsebene schwer voneinander abzugrenzen.
Eine Verschiebung der Ebenen, wie im Beispiel mit der Ampel, tritt häufig auf, wenn die Explizitheit des Senders nicht klar ist und/oder der Empfänger auf Grund von inneren Umständen gerade ein zu stark ausgeprägtes Ohr hat.
Die begrenzte Erklärbarkeit zeigt, dass auch eine Nachricht die im richtigen Ohr ankommt falsch verstanden werden kann.
Dadurch entstehen Konfliktquellen, die sich durch falsche Interpretationen, eine einfach Aufforderung wird zur persönlichen Kritik, Überforderung/Genervtheit, der Empfänger fühlt sich gestresst oder bevormundet, weil er eine implizite Forderung hört die gar nicht vorhanden ist und/oder eine emotionale Reaktion durch das Beziehungsohr, welches eine überzogene Reaktion hervorruft, weil sich der Empfänger angegriffen fühlt. Wie kann man diesen Quellen nun vorbeugen?
Das Modell von Friedemann Schulz von Thun sieht folgende Lösungsansätze dazu vor, man sollte
- sich eine Bewusstheit schaffen auf welcher der vier Ebenen man spricht und hört
- Nachfragen, wenn man sich unsicher ist welche Ebene vom Sender gemeint ist („Meinst du damit, ich soll…?“; „Bist du gerade genervt?“ etc.)
- eine klare Kommunikation führen in der ein Appell auch als Appell verstanden wird genauso wie die Beziehungsebene offen angesprochen wird
