Metin hat geschrieben: Do 19. Mär 2026, 11:23
1. Was ist euer erster Eindruck von der Tonalität dieser Nachricht?
Dem Herrn steht die Verzweiflung halt auf dem Brett vorm Kopf geschrieben. Wahrscheinlich ist das nicht nur im Netz so, sondern auch im RL und es trieft aus jeder seiner Poren, sodass man auf fünf Kilometer Entfernung seine Bedürftigkeit schmeckt.
Der Dame wird das höchstwahrscheinlich auch auffallen, ggf. war das in der Beziehung davor bereits schon so. Vielleicht nicht overt, vielleicht nicht so ausgeprägt, aber niemand verändert seinen Charakter einfach so oder kann ihn über mehrere Jahre komplett verstecken.
Metin hat geschrieben: Do 19. Mär 2026, 11:23
2. Welche Red Flags erkennt ihr sofort in diesen wenigen Sätzen?
Lese da jede Menge Bedürftigkeit, Ungeduld und Verzweiflung raus. Das Gegenteil einer stoischen Überflussmentalität eben. Gerade Letzteres sorgt für eine unabsehrbar verhängnisvolle Dynamik nach der Trennung. Denn so, wie er sich jetzt gibt, wird er sich höchstwahrscheinlich auch bei einem späteren Treffen oder gar nur Kontaktaufbau geben. Wenn da nicht ganz anständig innen aufgeräumt wird, sehe ich da nicht viel Zukunft.
Metin hat geschrieben: Do 19. Mär 2026, 11:23
3. Wie schätzt ihr die Erfolgschancen ein, so jemandem überhaupt zu helfen?
Ist zu viel zu tun. Für ein erfolgreiches Ex zurück? Kann ich nicht beurteilen. Da die innere Arbeit aber höchstwahrscheinlich über mehrere Zyklen andauern wird, womöglich gar nicht. Für eine Mindset- und Persönlichkeitsentwicklung vielleicht.
Bei ihm muss erstmal der innere Ursprungspunkt ausgebaut werden - und zwar massiv - bevor da irgend etwas anderes angegangen wird.
Metin hat geschrieben: Do 19. Mär 2026, 11:23
4. Was wäre aus eurer Sicht jetzt die einzig richtige erste Handlung meinerseits?
Er klingt, trotz oder gerade wegen der Verzweiflung, nicht sonderlich entschlossen.
Ich denke, du wirst ihm das in einer freundlichen, aber bestimmten Art und Weise so mitteilen.
Es mutet an, dass er schon den einen oder anderen Berater durch hat (seis aktiv oder zumindest damit beschäftigt in irgendeiner Art und Weise). Warum als letzte Möglichkeit zu dir und das dann auch noch so kommunizieren?
Zusammenfassend:
Ich sehe da wenig bis keine Bereitschaft etwas durch zu ziehen, da keine Überzeugung vorhanden. Und ganz klar ein heftiges Mangelbewusstsein. Wäre für mich mal interessant zu wissen, wo das herkommt. Familienverhältnisse bitte noch, Alter, Beruf.
Nils