Ex hat sich gemeldet
Verfasst: Mo 22. Dez 2025, 21:26
Hallo zusammen,
auf Metins Rat hin bin ich hier und möchte meine Geschichte teilen.
Es handelt sich um eine Wochenendbeziehung mit etwa 100 km Distanz. Ich bin 54, er 44.
Er ist beruflich sehr erfolgreich, hat wenig Zeit und ist eher dominant. Ich arbeite in einem sozialen Beruf, lege wenig Wert auf Materielles, bin zurückhaltend und bleibe bei Kritik meist still. Drama liegt mir nicht, und meine Grenzen konnte ich in dieser Beziehung nur dann klar halten, wenn es für mich wirklich existenziell wurde (z. B. wenn es um meinen Glauben gegangen wäre).
Leichtigkeit habe ich zu Beginn der Beziehung kaum gespürt. Erst nach unserem ersten gemeinsamen Urlaub – nach etwa sieben Monaten – kam sie auf. Danach war er wie ausgewechselt: offener, zugewandter, liebevoller. Dieses Verhalten hielt bis zum Ende der Beziehung an.
Sechs Tage nach unserem zweiten Urlaub, den ich als sehr schön erlebt habe, beendete er die Beziehung telefonisch. Am Abend unserer Rückkehr wollte er, dass ich sofort nach Hause fahre. Es war bereits spät, und ich bat darum, übernachten zu dürfen. Das war dann in Ordnung für ihn. Am nächsten Morgen frühstückten wir gemeinsam, verabschiedeten uns liebevoll, und er sagte, er würde sich melden, wann er zu mir kommen würde. Das tat er jedoch nicht.
Nach sechs Tagen rief er an. Er entschuldigte sich, dass er sich nicht gemeldet habe, erklärte aber, er habe lange überlegt, wie er es formulieren könne, um es mir nicht schwerer zu machen. Dann sagte er, wir seien zu unterschiedlich, die Beziehung würde uns irgendwann „um die Ohren fliegen“, und er würde mich vermutlich eines Tages emotional verletzen. Das wolle er vermeiden.
Ich möchte ergänzen, dass er mir während der Beziehung nie das Gefühl gegeben hat, ich könne ihm nicht vertrauen. Er ist ein Mensch, der sehr direkt sagt, was er denkt – auch wenn das für ihn selbst Konsequenzen haben könnte.
Ich habe seine Entscheidung akzeptiert und nur noch gefragt, ob es grundsätzlich eine Chance gäbe, es noch einmal zu versuchen. Er meinte, vielleicht – aber nicht in den nächsten Wochen.
In der Folge meldete er sich etwa einmal im Monat: zu Weihnachten, Neujahr, meinem Geburtstag – es gab immer einen Anlass. Im Juli äußerte er dann den Wunsch nach einer Beziehung mit zwei Frauen. Daraufhin habe ich klar gesagt, dass mich das abstößt und für mich überhaupt nicht in Frage kommt. Danach herrschte Funkstille bis letzten Mittwoch.
Für mich war die Sache nach diesem Angebot eigentlich abgeschlossen. Nun meldet er sich wieder und möchte mich sehen. Bisher gibt es keine sexuellen Andeutungen.
Meine Frage ist weniger, ob ich ihn treffen sollte, sondern eher:
Warum kommt er jetzt wieder?
Solch eine Beziehung hatte ich bisher nie. Ich ziehe solche Männer nicht reihenweise an – das ist eine einmalige Erfahrung für mich. Er hat mir einmal erzählt, dass seine längste Beziehung drei Jahre dauerte, ebenfalls eine Fernbeziehung. Er ist definitiv kein einfacher Mensch.
Ich merke jedoch, dass es mir schwerfällt, ihm zu widersprechen. Vielleicht ist genau das mein Anteil – und ich fürchte, dass ich hier nicht über meinen eigenen Schatten springen kann.
Er meinte gestern, Mutig mit Eigeninitiative würde ich ihm besser gefallen. Deswegen auch mein Gedanke...vielleicht war ich zu devot
auf Metins Rat hin bin ich hier und möchte meine Geschichte teilen.
Es handelt sich um eine Wochenendbeziehung mit etwa 100 km Distanz. Ich bin 54, er 44.
Er ist beruflich sehr erfolgreich, hat wenig Zeit und ist eher dominant. Ich arbeite in einem sozialen Beruf, lege wenig Wert auf Materielles, bin zurückhaltend und bleibe bei Kritik meist still. Drama liegt mir nicht, und meine Grenzen konnte ich in dieser Beziehung nur dann klar halten, wenn es für mich wirklich existenziell wurde (z. B. wenn es um meinen Glauben gegangen wäre).
Leichtigkeit habe ich zu Beginn der Beziehung kaum gespürt. Erst nach unserem ersten gemeinsamen Urlaub – nach etwa sieben Monaten – kam sie auf. Danach war er wie ausgewechselt: offener, zugewandter, liebevoller. Dieses Verhalten hielt bis zum Ende der Beziehung an.
Sechs Tage nach unserem zweiten Urlaub, den ich als sehr schön erlebt habe, beendete er die Beziehung telefonisch. Am Abend unserer Rückkehr wollte er, dass ich sofort nach Hause fahre. Es war bereits spät, und ich bat darum, übernachten zu dürfen. Das war dann in Ordnung für ihn. Am nächsten Morgen frühstückten wir gemeinsam, verabschiedeten uns liebevoll, und er sagte, er würde sich melden, wann er zu mir kommen würde. Das tat er jedoch nicht.
Nach sechs Tagen rief er an. Er entschuldigte sich, dass er sich nicht gemeldet habe, erklärte aber, er habe lange überlegt, wie er es formulieren könne, um es mir nicht schwerer zu machen. Dann sagte er, wir seien zu unterschiedlich, die Beziehung würde uns irgendwann „um die Ohren fliegen“, und er würde mich vermutlich eines Tages emotional verletzen. Das wolle er vermeiden.
Ich möchte ergänzen, dass er mir während der Beziehung nie das Gefühl gegeben hat, ich könne ihm nicht vertrauen. Er ist ein Mensch, der sehr direkt sagt, was er denkt – auch wenn das für ihn selbst Konsequenzen haben könnte.
Ich habe seine Entscheidung akzeptiert und nur noch gefragt, ob es grundsätzlich eine Chance gäbe, es noch einmal zu versuchen. Er meinte, vielleicht – aber nicht in den nächsten Wochen.
In der Folge meldete er sich etwa einmal im Monat: zu Weihnachten, Neujahr, meinem Geburtstag – es gab immer einen Anlass. Im Juli äußerte er dann den Wunsch nach einer Beziehung mit zwei Frauen. Daraufhin habe ich klar gesagt, dass mich das abstößt und für mich überhaupt nicht in Frage kommt. Danach herrschte Funkstille bis letzten Mittwoch.
Für mich war die Sache nach diesem Angebot eigentlich abgeschlossen. Nun meldet er sich wieder und möchte mich sehen. Bisher gibt es keine sexuellen Andeutungen.
Meine Frage ist weniger, ob ich ihn treffen sollte, sondern eher:
Warum kommt er jetzt wieder?
Solch eine Beziehung hatte ich bisher nie. Ich ziehe solche Männer nicht reihenweise an – das ist eine einmalige Erfahrung für mich. Er hat mir einmal erzählt, dass seine längste Beziehung drei Jahre dauerte, ebenfalls eine Fernbeziehung. Er ist definitiv kein einfacher Mensch.
Ich merke jedoch, dass es mir schwerfällt, ihm zu widersprechen. Vielleicht ist genau das mein Anteil – und ich fürchte, dass ich hier nicht über meinen eigenen Schatten springen kann.
Er meinte gestern, Mutig mit Eigeninitiative würde ich ihm besser gefallen. Deswegen auch mein Gedanke...vielleicht war ich zu devot